Zum Schutz der Natur – LINKE+ gibt Anstoß für bessere Auslastung der Gewerbe- und und Industriegebiete
„Na bitte. Geht doch.“ Utz Kowalewski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE+, ist zufrieden mit den Antworten, die er von OB Thomas Westphal zur künftigen Wirtschaftsflächenstrategie der Stadt Dortmund erhalten hat. So wird im Moment sogar Künstliche Intelligenz genutzt, um vorhandene Gewerbe- und Industriegebiete in Dortmund bezüglich einer besseren Auslastung zu untersuchen.
Auf Grundlage des mittlerweile fast zwei Jahre alten Haushaltsbegleitantrags Nr. 7 „Gewerbeflächenausnutzung“ der Fraktion DIE LINKE+ war die Wirtschaftsförderung Dortmund beauftragt worden, eine umfassende Potenzialanalyse zur Untersuchung von Nachverdichtungspotenzialen, Baulückenschließungen und vertikalen Entwicklungsmöglichkeiten in bestehenden Gewerbegebieten durchzuführen. Das Ziel: vorhandene Flächenpotenziale innerhalb der bereits ausgewiesenen Gewerbegebiete zu identifizieren und nutzbar zu machen, um zusätzliche Freiflächenkonflikte zu vermeiden.
„Oder einfacher ausgedrückt: Wir möchten nicht, dass wertvolle Freiflächen mit Industrie und Gewerbe bebaut werden, während gleichzeitig in den vorhandenen Gewerbegebieten ausreichend Platz für neue Unternehmen vorhanden ist“, sagt Utz Kowalewski – und er ergänzt: „Vor allem die Erweiterung nach oben ist für uns ein Thema. Es gibt sicher die Möglichkeit, manche Flachbauten einfach aufzustocken. Denn nicht jeder will ja gleich eine Produktionsfabrik mit schwerem Gerät bauen.“
Und so nahm die Fraktion DIE LINKE+ erfreut zur Kenntnis, dass die Arbeiten zu einer Wirtschaftsflächen-Analyse mittlerweile aufgenommen wurden und planmäßig laufen. Erste Analysen wurden bereits umgesetzt bzw. angestoßen, der Abschluss erfolge nach Zusammenführung aller Untersuchungen, erfuhr die Linksfraktion im letzten Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen.
Eine dieser Analysen betrifft die Bebauungspläne: Hier werden die vorhandenen Bebauungspläne mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) überprüft. Ermittelt wird, welche gewerblichen Entwicklungsmöglichkeiten jeweils noch bestehen. „Spannend“, kommentiert Utz Kowakewski zufrieden. „Das ist eine völlig neue Herangehensweise und handelt sich deshalb auch um ein Pilotprojekt. Deshalb müssen wir, so wie es auch die Stadtverwaltung rät, die KI-Ergebnisse natürlich kritisch prüfen.“
Zufrieden ist DIE LINKE+ auch mit den Plänen für den Wirtschaftsflächenatlas: Denn das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt arbeitet derzeit daran, sämtliche Dortmunder Wirtschaftsstandorte strukturiert zu analysieren und – in Form von Form Steckbriefen - alle relevanten Daten zusammenzutragen.
„Sehr gut finden wir die längst überfällige Leerstandserhebung“, sagt Kowalewski. So wurde aufgrund des linken Haushaltsantrags auch eine externe Untersuchung und Erfassung leerstehender gewerblich genutzter Gebäude beauftragt.
Die Wirtschaftsförderung, das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt sowie das Umweltamt würden eng im Rahmen einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zusammen arbeiten, um die einzelnen Maßnahmen aufeinander abzustimmen und Synergien in der Analyse zu nutzen, teilte Thomas Westphal den Mitgliedern des Ausschusses mit. „Die Ergebnisse der verschiedenen Teilanalysen werden konsolidiert und sollen in einem gebündelten Ergebnisbericht zusammengeführt werden. Dieser Bericht bildet die Grundlage für weitere politische Beratungen und Handlungsentscheidungen zur qualifizierten Entwicklung bestehender Gewerbeflächen“, so der OB in seinem Antwort schreiben.
„Es hat zwar eine Weile gedauert. Aber die Bearbeitung läuft nun in die richtige Richtung. Wir sind gespannt auf das Ergebnis der Analysen“, sagt Kowalewski.
