Unser Team in der Nordstadt

In der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord ist Die Linke seit November 2025 gleich mit vier Bezirksvertreter*innen am Start: 

Milena Mehlmann (Fraktionsvorsitzende) 
Timuçin Boldt
Julia Eraslan
Bert Elya-Noah Rozowski


Kontakt: info@flut-do.de 

 

Milena Mehlmann
Mein Name ist Milena Mehlmann, Master-Studentin der chemischen Biologie an der TU Dortmund. Neben meinem Studium arbeite ich als wissenschaftliche Hilfskraft in einem Labor. Ich komme aus einer Arbeiter-Spätaussiedler Familie, weshalb mir soziale Themen besonders am Herzen liegen. Die Nordstadt ist der Kinderreichste Stadtteil Dortmunds, weswegen es essenziell ist, ihnen im Bezirk eine Stimme zu geben.  Zu oft werden die Sorgen und Bedürfnisse von Kindern und Familien zu Zwecken von Profit übergangen. Deswegen müssen wir für die Rechte aller kämpfen, gemeinsam und solidarisch!

Julia Eraslan
Mein Name ist Julia Eraslan und ich lebe seit mehreren Jahren in der Nordstadt. Ich sehe hier täglich, wie die Themen Sauberkeit und Sicherheit instrumentalisiert werden, um Menschen für Zustände verantwortlich zu machen, die sie nicht verursacht haben, sondern die Folgen eines kapitalistischen Systems sind. 
Diese Probleme sollten nicht weiter individualisiert oder repressiv behandelt werden. Strafen und Verdrängung machen die Nordstadt nicht lebenswerter. Veränderungen entstehen nicht durch Reformen, sondern durch kollektiven Widerstand, Solidarität und das Überwinden der bestehenden Ausbeutungsverhältnisse.


Bert Elya-Noah Rozowski (dey/them/deren)
Allgemeiner Hinweis zum Pronomen: 
Keine nötig - Ich empfehle, nur den Namen zu verwenden. 
Den „Herrn" bitte ich möglichst zu vermeiden.

Seit April 2025 Mitglied der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord für Die Linke in der Nachfolge für Sonja Lemke, die im März 2025 Abgeordnete des Deutschen Bundestages geworden ist.
Seit November 2025 stellvertretende*r Bezirksbürgermeister*in der Nordstadt

Gelernter Beruf: 
DiplomSprachmittler*in Chinesisch (Humboldt Universität Berlin), 
Kaufmensch im Groß- und Außenhandel
Aktuell: Unruhestand, Rente & Grundsicherung

Themenschwerpunkte:
• Ökologische und menschenfreundliche Stadt 
• Sozialpolitik
• Antirassismus
• Antifaschistismus
• Queerfeminismus
• Kultur, Freizeit, Sport
• Gesundheit und Enthinderung
• Intersektionale Solidarität mit marginalisierten Personen und Gruppen

Sonstige Betätigungsfelder: 
• Mitglied bei ver.di/Queer 
• Mitglied bei Die Linke - LAG Queer NRW
• Mitglied bei Die Linke - LAG Kultur NRW
• Mitwirkung bei der Deutschen Aidshilfe | buddy.hiv
• Schauspiel, (Musik-)Theater, Motorradreisen

 

Timuçin Boldt
Infos folgen
 

Nachrichten aus der Nordstadt

Wildblumen für die Nordstadt

Für mehr Biodiversität

Im Bezirk Innenstadt-Nord ist ein Antrag unserer Fraktion Die Linke mit großer Mehrheit angenommen worden. Im nächsten Schritt schauen sich die Bezirksvertreter*innen mögliche Standorte in der Nordstadt an. Die Wildblumenwiesen werden in der Nordstadt für mehr Biodiversität sorgen und die bestehenden Grünflächen aufwerten.

Im Folgenden ist der Antrag zum selbst nachlesen beigefügt:


Fraktion Die Linke 
in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord 

Antrag: Einführung eines kommunalen Pflegekonzepts für Wildblumenwiesen als Maßnahme der Klimaanpassung und Biodiversitätsförderung

Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin Rosenbaum, 
die Fraktion die Linke bittet die Bezirksvertretung in ihrer Sitzung um Beratung und 
Beschlussfassung des folgenden Antrags:

Die Bezirksvertretung Innenstadt-Nord schlägt dem Rat der Stadt Dortmund vor, folgendes 
zu beschließen: 

1. Die Einführung eines einheitlichen kommunalen Pflegekonzepts für bestehende und neu anzulegende Wildblumenwiesen im Stadtgebiet. 
2. Die Ausrichtung der Pflege dieser Flächen an den Zielen der Klimaanpassung, der 
Förderung der biologischen Vielfalt sowie der ökologischen Aufwertung des öffentlichen Raums. 
3. Die schrittweise Umstellung geeigneter Rasenflächen auf extensiv gepflegte Wildblumenwiesen nach fachlich begründeten Kriterien. 
4. Die Beauftragung der Verwaltung, das Pflegekonzept in die reguläre Grünflächenunterhaltung zu integrieren und bei der Entwicklung förderfähiger 
Maßnahmen zu berücksichtigen.

Kurzbegründung: 
Städtische Grünflächen stehen zunehmend unter dem Druck des Klimawandels. Längere Hitzeperioden, Trockenstress und der fortschreitende Verlust an Biodiversität zeigen deutlich, dass die bisher verbreitete intensive Rasenpflege vielerorts an ihre ökologischen und wirtschaftlichen Grenzen stößt. Kurzgeschnittener Rasen bietet nur geringe ökologische  Leistungen, reagiert empfindlich auf Hitze und verursacht zugleich einen hohen Pflegeaufwand. 

Extensiv gepflegte Wildblumenwiesen stellen eine wirksame und zeitgemäße Alternative dar.  Sie verbessern das Mikroklima, erhöhen die Hitzeresilienz von Quartieren, fördern Bestäuber  und andere stadttypische Tierarten und werten den öffentlichen Raum sichtbar auf.  Voraussetzung für ihren langfristigen Erfolg ist jedoch eine fachlich abgestimmte Pflege, die  sich klar von der konventionellen Rasenpflege unterscheidet. 
Das beantragte Pflegekonzept schafft hierfür einen verbindlichen politischen Rahmen. Es  definiert Wildblumenwiesen ausdrücklich als gewollte, gestaltete Elemente der kommunalen  Infrastruktur und legt zentrale Pflegeprinzipien fest, insbesondere eine reduzierte  Mahdhäufigkeit, konsequenten Nährstoffentzug sowie eine standortangepasste Artenwahl.  Durch die Einführung eines einheitlichen Pflegekonzepts werden ökologische Wirkung,  wirtschaftliche Effizienz und Klimaanpassung sinnvoll miteinander verbunden. Gleichzeitig  verbessert der politische Beschluss die Voraussetzungen für die Einwerbung externer  Fördermittel. Der Antrag leistet damit einen konkreten Beitrag zu einer nachhaltigen,  zukunftsfähigen Stadtentwicklung. 

 

Ausführliche Begründung: 

Wildblumenwiesen als Instrument moderner Stadtentwicklung
Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Städten zunehmend spürbar. Längere  Hitzeperioden, Trockenstress, Starkregenereignisse und ein fortschreitender Verlust an  Biodiversität stellen Kommunen vor neue Herausforderungen. Klassische Rasenflächen, wie sie bislang einen Großteil der öffentlichen Grünflächen prägen, sind diesen Anforderungen nur unzureichend gewachsen. Sie bieten geringe ökologische Leistungen, erfordern hohe  Pflegeintensität und reagieren empfindlich auf Hitze und Trockenheit.  
Extensiv gepflegte Wildblumenwiesen stellen hierzu eine wirksame Alternative dar. Sie  verbessern das Mikroklima durch höhere Verdunstungsleistung, reduzieren die  Oberflächenerhitzung, fördern Insekten und andere stadttypische Tierarten und erhöhen  zugleich die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Ihre Etablierung und dauerhafte  Entwicklung erfordern jedoch ein fachlich abgestimmtes Pflegekonzept. 


Abgrenzung zur konventionellen Rasenpflege 
Die Pflege von Wildblumenwiesen unterscheidet sich grundlegend von der herkömmlichen  Rasenpflege. Während Rasenflächen auf regelmäßige, häufige Mahd und Nährstoffzufuhr  angewiesen sind, basiert die Entwicklung artenreicher Wiesen auf Nährstoffarmut, reduzierter Mahdhäufigkeit und gezieltem Pflegeeingriff.  Ohne eine klare Abkehr von der „Rasenpflege alter Schule“ verlieren Blühflächen innerhalb  weniger Jahre ihre ökologische Wirkung und werden erneut grasdominiert. Ein politischer  Beschluss ist daher notwendig, um diese Flächen ausdrücklich als extensiv gepflegte  Lebensräume zu definieren und sie nicht an kurzfristigen ästhetischen Erwartungen zu messen. 


Pflegeprinzipien und praktische Umsetzung 
Kern des Pflegekonzepts ist der konsequente Nährstoffentzug. Auf Düngung, Mulchung und  Bodenverbesserung wird vollständig verzichtet. Das anfallende Mähgut wird in jedem Fall  vollständig von der Fläche entfernt, um eine schleichende Nährstoffanreicherung zu verhindern. Die Mahd erfolgt in der Regel ein- bis zweimal jährlich. Eine erste Mahd wird nach der  Hauptblüte im Frühsommer durchgeführt, eine zweite – sofern standortbedingt erforderlich – im Spätsommer oder Frühherbst. Ergänzend wird eine Staffelmahd angewendet, bei der  Teilflächen wechselweise ungemäht bleiben. Dies dient sowohl dem Schutz der Insektenfauna als auch der Sicherung der Selbstaussaat. 


Zur langfristigen Stabilisierung der Artenvielfalt sind gezielte Nachsaaten vorgesehen. Diese 
erfolgen ausschließlich mit regionalem Saatgut und vorzugsweise nach der Mahd auf offenen Bodenstellen. Je nach Standorttyp wird die Pflegeintensität angepasst: Park- und Grünanlagen erlauben die Entwicklung klassischer Wiesenarten, während Straßenränder und stärker belastete Flächen eine intensivere Nährstoffentnahme und robustere Artenwahl erfordern. 


Beitrag zur Klimaanpassung und Hitzeresilienz 
Wildblumenwiesen leisten einen messbaren Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel. Ihre  tiefreichenden Wurzelsysteme erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens, verbessern die Versickerung bei Starkregen und stabilisieren die Vegetation in Trockenphasen. Gleichzeitig reduzieren sie die sommerliche Oberflächenerwärmung im Vergleich zu kurzgeschnittenem Rasen.  Damit tragen Wildblumenwiesen zur Hitzeresilienz von Quartieren bei und unterstützen  kommunale Klimaanpassungsstrategien auf vergleichsweise kosteneffiziente Weise. 


Wirtschaftlichkeit und Förderfähigkeit 
Extensiv gepflegte Wildblumenwiesen verursachen langfristig geringere Pflegekosten als  intensiv gemähte Rasenflächen, da sie deutlich weniger Schnitte pro Jahr erfordern und  robuster gegenüber Witterungsextremen sind.  Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Förderung von Biodiversität und Klimaanpassung  zunehmend förderfähig auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Ein politisch beschlossenes  Pflegekonzept verbessert die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einwerbung  entsprechender Fördermittel erheblich. 


Differenzierung nach Standorttypen 
Um eine sachgerechte Umsetzung zu gewährleisten, unterscheidet das Pflegekonzept  zwischen unterschiedlichen Standorttypen. Diese Differenzierung ist entscheidend, da  Wildblumenwiesen je nach Lage sehr unterschiedliche Belastungen und Entwicklungspotenziale aufweisen.  
Park- und Grünanlagen bieten vergleichsweise günstige Voraussetzungen für artenreiche  Wildblumenwiesen. Hier sind geringere Schadstoffeinträge, ein ausgeglichenerer  Wasserhaushalt und höhere Akzeptanz für extensiv gepflegte Flächen gegeben. Ziel ist die  Entwicklung klassischer Magerwiesen mit hoher Artenvielfalt. Die Pflege erfolgt in der Regel  ein- bis zweischürig mit konsequentem Abräumen des Mähguts. Zusätzlich ist darauf zu achten, Laub im Herbst nicht dauerhaft auf den Flächen zu belassen und Besucherströme durch Wegeführung zu lenken.  Straßenränder, Verkehrsinseln und belastete Standorte sind durch Abgase, Streusalz,  Spritzwasser und Bodenverdichtung geprägt. Hier ist eine intensivere Steuerung erforderlich.  
Neben einer möglichen zusätzlichen frühen Mahd zur Nährstoffreduktion steht eine robuste,  standortangepasste Artenwahl im Vordergrund. Ziel ist weniger die klassische Wiesenästhetik als vielmehr eine funktionale, artenreiche Blühfläche mit hoher Resilienz gegenüber Hitze und Trockenheit.  
Artenwahl und Bepflanzung 
Die Auswahl geeigneter Pflanzenarten ist integraler Bestandteil des Pflegekonzepts. Für Park- und Grünanlagen eignen sich insbesondere Margerite (Leucanthemum vulgare), Wiesen Flockenblume (Centaurea jacea), Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis), Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis), Glockenblumen (Campanula spp.), Hornklee (Lotus corniculatus) und Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium). Diese Arten fördern eine hohe Insektenvielfalt und sind bei sachgerechter Pflege langfristig stabil.  An Straßenrändern und stärker belasteten Standorten haben sich robustere Arten bewährt,  darunter Wilde Möhre (Daucus carota), Wegwarte (Cichorium intybus), Natternkopf (Echium  vulgare), Königskerzen (Verbascum spp.), Kleine Braunelle (Prunella vulgaris) und Taubenkropf Leimkraut (Silene vulgaris). Die Verwendung von regionalem Saatgut ist verbindlich festzulegen. 


Operative Umsetzung und Steuerung 
Die Umsetzung des Pflegekonzepts erfolgt schrittweise im Rahmen der bestehenden  Grünflächenunterhaltung. Geeignete Flächen werden priorisiert identifiziert, insbesondere dort, wo Rasenpflege aufgrund von Trockenstress oder geringer Nutzung zunehmend ineffizient ist.  Pilotflächen ermöglichen eine begleitende Evaluation und Anpassung der Pflegepraxis.  Die Pflege ist in die jährlichen Arbeits- und Pflegepläne der Verwaltung aufzunehmen. Eine  fachliche Begleitung stellt sicher, dass Mahdzeitpunkte, Gerätewahl und Nachsaaten  standortgerecht erfolgen. Die Bezirksvertretungen sind frühzeitig einzubeziehen, um lokale  Besonderheiten zu berücksichtigen. 


Schlussbemerkung 
Mit diesem Antrag wird ein klarer politischer und operativer Rahmen für eine zeitgemäße,  klimaangepasste und biodiversitätsfördernde Grünflächenpflege geschaffen. Wildblumenwiesen werden ausdrücklich als gestaltete, gewollte und fachlich betreute Elemente der kommunalen Infrastruktur verankert. Der Antrag verbindet strategische Ziele der Klimaanpassung mit konkreter Umsetzung vor Ort und schafft damit eine belastbare Grundlage für nachhaltige kommunale Entscheidungen. 

Gleichberechtigtes Bürgermeister-Amt

Herzlichen Glückwunsch! 
Bert Elya-Noah Rozowski, Mitglied unserer vierköpfigen Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt Nord, wird offiziell die 2. Stellvertretung des Bezirksbürgermeisteramtes übernehmen. Inoffiziell wird sich Bert das Amt mit Hannah Rosenbaum (Fraktion Grüne & Partei) teilen. So haben es die Fraktionen der Beiden es miteinander vereinbart. Nach zwei Jahren sieht die offizielle Regelung dann einen „Ringtausch“ vor: Bert rutscht an die 1. Stelle; und Hannah wird die 2. Vertretung.

Erster Stellvertreter ist Thomas Oppermann von der SPD, die sich aus den anfänglichen Gesprächen für eine gemeinsame Wahlliste wieder zurückgezogen hat. Bei der Bezirksbürgermeister-Wahl holte Oppermann sechs Stimmen. Die SPD selbst jedoch hat nur 4 Stimmen. 

Welche Partei hat (in geheimer Wahl) welche Kandidat*innen unterstützt? Für alle Mathe-Freaks haben wir ein paar Zahlen zum Rechnen:

Die Linke:               4 Stimmen
Grüne & Volt:             4 Stimmen (gemeinsames Wahlergebnis: 11 Stimmen)
 

SPD                   4 Stimmen (Wahlergebnis: 6 Stimmen)
CDU                   2 Sitze 
AfD                    1 Sitz
BVT                    1 Sitz
BSW                   1 Sitz