Zum Hauptinhalt springen

Wilder Westen in der Werner Straße?

Anwohnerschaft fordert Umsetzung von Tempo 30 – Linke & Tierschutzpartei informiert sich vor Ort - Jetzt gibt es immerhin einen Termin bei der Bezirksvertretung am 30. Juni in Lütgendortmund

Eigentlich gilt an der Werner Straße ein Tempolimit von 30 km/h. Doch spät abends ist die Raserszene unterwegs, früh morgens, gegen vier Uhr, ist es dann gänzlich vorbei mit der kurzen Nachtruhe in der Werner Straße: Lkw, die die naheliegenden Supermärkte beliefern und für die Tempo 30 ein Fremdwort ist, rattern lautstark durch die enge, aber gerade verlaufende Straße. Rechts und links: Mehr- und Einfamilienhäuser, eine Kita, das Kulturhaus und ein Kinderheim: „Wie sollen Menschen hier Ruhe finden und Kinder gesund aufwachsen?“ fragen die Nachbar*innen und haben sich jetzt zusammengetan. 
Die Anwohner*innen begrüßen, dass die Sanierung der Werner Straße mit Flüsterasphalt in der Bezirksvertretung hohe Priorität genießt. Sie befürchten jedoch, dass dies allein kaum Linderung bringt, da tagsüber noch der Berufs- und Ausweich-Verkehr von der B1 dazu kommt und Verkehrskontrollen sicher nicht dauerhaft durchgeführt werden. 

Daher fordert die Anwohnerschaft – unter ihnen auch Jugendliche und Pädagog*innen aus dem Kinderheim - eine Zone mit Pöllern mit Begrünung einzurichten, so dass der motorisierte Verkehr sich durch die bauliche Situation an Tempo 30 halten muss und so ein friedliches Wohnen und Aufwachsen möglich wird.

Zur Verkehrsbelastung, die ohnehin nicht nur Lärm, sondern auch Luftverschmutzung wie z.B. Feinstäube verursacht, treten noch finanzielle Belastungen der Hauseigentümer*innen hinzu. Die überhöhte Geschwindigkeit v.a. der Busse und der Lkw, die hier offiziell gar nicht fahren dürfen, lassen die Hauswände erbeben und sorgen für Risse in den Hauswänden, so dass teure Reparaturen notwendig werden. Wer soll das bezahlen?

„Frust und Ärger sind auch deshalb so groß, weil bislang Beschwerden unbeachtet und folgenlos blieben,“ unterstreicht Gudula Frieling (Partei Mensch Klima Tierschutz), die sich als sachkundige Bürgerin jetzt zusammen mit ihren linken Kolleginnen Helma Kabuth und der im Stadtbezirk wohnenden Fraktionsvorsitzenden Fatma Karacakurtoðlu (Ratsfraktion Die Linke  & Tierschutzpartei) über die Lage vor Ort informiert hat. 

„Wir fordern nur, dafür zu sorgen, dass die Straßenverkehrsordnung eingehalten wird. Die Straße ist als 30er Zone ausgewiesen. Aber die Tempo 30-Schilder allein sind wirkungslos“, ergänzt die Anwohnerin Elke Rudloff. Für sie und ihre Initiative gab es jetzt den ersten kleinen Erfolg. Sie wurde in die Sitzung der örtlichen Bezirksvertretung eingeladen. Dort will sie der örtlichen Politik nochmals die Problematik schildern. 
 

Zurück zum Kopf der Seite