Sozialindex an Dortmunder Schulen wird immer schlechter
Der Schulsozialindex NRW ist (…) ein Instrument, mit dessen Hilfe es möglich ist, die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft einer einzelnen Schule mit einem Wert abzubilden. Der Schulsozialindex ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit (…). Er identifiziert (…) bestehende soziale Herausforderungen."
So sagt es das Schulministerium NRW. Der Sozialindex liegt zwischen 1 (niedrig) und 9 (sehr hoch). Doch wie sieht die Lebenswirklichkeit in Dortmund aus? Angelika Remiszewski, Ratsmitglied für Die Linke & Tierschutzpartei und Mitglied im Schulausschuss, will es genau wissen und hat deshalb für den Schulausschuss (18. März 2026) folgende Fragen vorbereitet:
1. Laut Presseberichten hat sich der Schulsozialindex an Dortmunder Grundschulen innerhalb von zwei Jahren stark
verschlechtert. Welche Grundschulen sind besonders betroffen (Sozialindex 7-9)? Bitte nach Sozialindex auflisten.
2. In welchen Stadtteilen gibt es besonders häufig betroffene Grundschulen?
3. Welche Faktoren werden als Ursachen gesehen und welche kommen am häufigsten vor?
4. Welche Maßnahmen ergreift die Stadt Dortmund, um diesen erhöhten Mehrbedarfen gerecht zu werden?
5. Wo wurden bereits aufgrund der Dringlichkeit Maßnahmen umgesetzt und wie sehen diese genau aus (z.B. mehr Lehrer*innenstellen, Sozialarbeiter*innen, pädagogische Fachkräfte, Integrationshilfen)?
Begründung:
Noch 2023 waren Grundschulen mit dem Schulsozialindex 7-9 in der Nordstadt zu finden, wobei die Grundschule am Nordmarkt die einzige mit dem Index „9“ war. Inzwischen bekommen 10% aller Grundschulen die schlechteste Bewertung. Weitere Schulen befinden sich im Abwärtstrend, wobei sich diese Abwärtsspirale im gesamten Stadtgebiet beobachten lässt. Selbst in den vormals „privilegierten“ Stadtteilen im Dortmunder Süden, können etliche Schulen ihre ehemals guten Bewertungen nicht mehr halten und fallen sogar um einige Rankingpunkte ab.
