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Utz Kowalewski/F: N.Weber

Solidarität mit der Hirsch-Q - Gewalt und Hass haben in Dortmund keinen Platz

Es ist schon eine Weile her. Im Juni 2025 haben etwa 15 bis 20 gewaltbereite Neonazis die Dortmunder Szene-Kneipe Hirsch-Q angegriffen: Die Waffen: neben einem Schlagstock wurde sogar mit Bierbänken geworfen. Vier der mutmaßlichen und polizeibekannten Täter wurden festgenommen. Nun hat sich - vier Monate später - der Rat der Stadt Dortmund mit dem Thema beschäftigt und eine Resolution verabschiedet. “Uns war es wichtig, ein Zeichen gegen Gewalt und gegen Rechtsextremismus zu setzen”, sagt Utz Kowalewski, Vorsitzender die Faktion "DIE LINKE+. Seine Fraktion hatte den Antrag in den Rat eingebracht, um der Kneipe Hirsch-Q und ihren Gästen ihre Solidarität auszudrücken.

Die Resolution wurde am Ende einer längeren Diskussion verabschiedet, auch wenn sich ein großer Teil der anderen Ratsfraktionen damit doch etwas schwer tat. Denn es werde der “Linksextremismus” mit dieser Resolution bagatellisiert, kritisierten CDU (Enthaltung) und FDP (Ablehnung). Die SPD wiederum haderte mit der “Inflation von Resolutionen" und enthielt sich. Die AFD lehnte den Antrag ab. Dennoch reichte es am Ende -  mit den Stimmen der Linksfraktion, der Grünen, der Partei “Die Partei” und von “Volt und Vielfalt” - für den Beschluss der nachstehenden Resolution: 

Resolution: 
"Der Rat der Stadt Dortmund ist in großer Sorge hinsichtlich des kürzlich verübten rechten Anschlags auf die Szenekneipe Hirsch-Q sowie der allgemein deutlich gestiegenen Anzahl von gezielten Übergriffen durch Rechtsextreme in unserer Stadt, aber auch in ganz Deutschland.
Dies wird verstärkt durch die verzerrte Darstellung der Fakten auf Bundesebene, wo sich immer wieder der Hufeisentheorie bedient wird, um fälschlicherweise die gegenwärtige Gefahr von Links- und Rechtsextremisten gleichzusetzen.
Der Rat erklärt seine Solidarität mit den Opfern dieser Übergriffe und der linken Kulturszene in ganz Dortmund. Die Vielfalt in unserer Stadt ist unsere Stärke. Gewalt, Einschüchterung und Hass haben hier keinen Platz.
Der Rat unterstützt eine konsequente Umsetzung des bereits beschlossenen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus. Es muss eine auskömmliche Finanzierung für Projekte sichergestellt bleiben, die gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus aufklären, beraten und handeln.
Der Rat fordert, dass die Verwaltung alle rechtlichen Mittel ausschöpft, um faschistische Aktivitäten zu unterbinden. Gleichzeitig muss eine noch bessere Aufklärung über rechtsextreme Gruppierungen und Erkennungsmerkmale dazu beitragen, damit nicht aus Unkenntnis Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt oder Mietverträge abgeschlossen werden.
Der Rat bekennt sich weiterhin dazu, die Brandmauer gegen Verfassungsfeinde weiter aufrechtzuerhalten, um damit aktiv unsere Demokratie zu schützen.“
 

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