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Die Linksfraktion, links: B. Rozowski.

Nordstadt: Linke stellt Stellvertretung der Bezirksbürgermeisterin

Freude bei der Fraktion Die Linke in der Nordstadt: Bert Elya-Noah Rozowski (Die Linke) wird gemeinsam mit Hannah Rosenbaum das Bezirksbürgermeisteramt übernehmen. “Wir teilen uns die Aufgaben”, sagt Bert Elya-Noah Rozowski. Da eine gleichberechtigte Zusammenarbeit aber in der Gemeindeordnung nicht vorgesehen ist, wird Hannah Rosenbaum erst einmal die offizielle Bezirksbürgermeisterin sein, und Bert Elya-Noah Rozowski übernimmt das Amt des 2. Stellvertreters. Nach zwei Jahren werden die Beiden ihre Ämter tauschen. 

In der konstituierenden Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord am 20. November 2025 ist Hannah Rosenbaum von den Grünen offiziell zur Bezirksbürgermeisterin gewählt worden. Linke (4 Sitze) , Grüne &  Partei (gemeinsam 4 Sitze) hatten eine gemeinsame Liste eingebracht, und erhielten für ihre Vorschläge 11 Stimmen. Die SPD (ebenfalls vier Sitze) bekam sechs Stimmen und stellt damit mit Thomas Oppermann die 1. Stellvertretung der Bezirksbürgermeisterin. Bert Elya-Noah Rozowski ist offiziell die 2. Stellvertretung.  

(Weitere Sitze in der Bezirksvertretung: CDU 2 Stimmen, 1 x BVT, 1x BSW, 2x AfD). 

 

Im Vorfeld der Wahl hatten die Fraktionen DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN & Die PARTEI in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord eine gemeinsame Pressemitteilung herausgegeben und ihre Personalentscheidungen erläutert.  

DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN & Die PARTEI in der BV Innenstadt-Nord reichen gemeinsamen Wahlvorschlag ein

Die Fraktionen von DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN & Die PARTEI in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord werden der kommenden Sitzung einen gemeinsamen Wahlvorschlag für das Bezirksbürgermeister*innenamt und die Stellvertretung vorlegen. Beide Fraktionen haben vereinbart, Verantwortung in der kommenden Wahlperiode gemeinsam zu übernehmen, das Bezirksbürgermeister*innenamt aufzuteilen und gemeinsam wahrzunehmen.

Für die ersten zwei Jahre soll Hannah Rosenbaum (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN & Die PARTEI) das Amt übernehmen. Anschließend folgt Bert Elya-Noah Rozowski (DIE LINKE).

„Die Nordstadt ist der kinderreichste Stadtbezirk, aber auch der Bezirk mit der höchsten Migrationsquote, traditionell der klassische Arbeiter*innen-Bezirk und der Bezirk, in dem die Armut am weitesten verbreitet ist. Für diese Menschen zu arbeiten und ihre Situation zu verbessern: Das ist unser Ziel. Besonders im Fokus stehen für uns diejenigen, die sonst meist übersehen oder gleich ganz ausgegrenzt werden. Wir wollen, dass niemand zurückgelassen wird“, sagt Bert Elya-Noah Rozowski (DIE LINKE). „Wir übernehmen Verantwortung, weil wir überzeugt sind, dass eine solidarische antifaschistische Politik dringend notwendig ist. Die Zusammenarbeit mit den Grünen und der Partei Die PARTEI ist ein bewusstes Signal: Wir wollen nicht gegeneinander arbeiten, sondern gemeinsam dafür sorgen, dass die Nordstadt gerechter und lebenswerter wird. Für alle, die hier leben.“

Dafür braucht es zum Beispiel sichere Verkehrswege für die Nordstadtkinder und eine hohe Aufenthaltsqualität mit gepflegten Freiräumen, Parks und Grünflächen. Gleichzeitig muss es möglich werden, kostenlos und barrierefrei Sperrmüll zu entsorgen, um künftig wilde Müllablagerungen zu vermeiden.

Beide Fraktionen betonen, dass es sich formal nicht um eine Koalition handelt. Ziel ist eine konstruktive Zusammenarbeit, die sich an gemeinsamen inhaltlichen Prioritäten orientiert: der Einsatz für soziale und Bildungsgerechtigkeit, die Stärkung des Ehrenamts und ein wirksamer kommunaler Klimaschutz, ebenso wie ein gerechter und lebenswerter Stadtteil.

Hannah Rosenbaum (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN & Die PARTEI) ergänzt: „Die Nordstadt braucht eine Politik, die anpackt, zusammenführt und konkrete Verbesserungen schafft. Weil wir viele gemeinsame Ziele verfolgen, haben wir uns entschieden gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehören für uns eine neugestaltete und klimafreundliche lebendige Münsterstraße, mehr bezahlbarer und nachhaltiger Wohnraum in der Nordstadt sowie eine Stadtteilentwicklung, die alle Menschen mitnimmt, besonders Kinder und Jugendliche mit guten Bildungs- und Beteiligungsmöglichkeiten, sicheren Wegen und attraktiven Aufenthaltsorten. Ebenso wollen wir das starke ehrenamtliche Engagement durch eine breite und vielfältige Vereins- und Kulturförderung weiter unterstützen, denn ohne die vielen Menschen, die sich hier einbringen, würde unser Stadtteil nicht funktionieren. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in der Bezirksvertretung und darauf, gemeinsam mit den vielen engagierten Menschen aus der Nordstadt für unseren Stadtteil zu arbeiten.“

Beide Fraktionen sehen in der Zusammenarbeit eine Chance, die Anliegen der Menschen in der Nordstadt über die gesamte Wahlperiode hinweg konsequent zu vertreten.

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