Mieten steigen schneller als Einkommen – Dortmund braucht endlich eine echte Wende in der Wohnungspolitik
Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Lea Reisner (Die Linke) zeigt: In Nordrhein-Westfalen sind die Angebotsmieten in den letzten zehn Jahren um fast 50 Prozent gestiegen. Der Landesdurchschnitt liegt inzwischen bei 9,55 Euro pro Quadratmeter. Damit steigen die Mieten deutlich schneller als die Einkommen – für viele Haushalte bedeutet das: Ein Drittel (oder mehr) des Einkommens geht allein für die Miete drauf.
Besonders hart trifft es Dortmund: Hier stiegen die Angebotsmieten von 5,29 Euro/m² im Jahr 2010 auf 9,27 Euro/m² im Jahr 2024 – ein Plus von 75,2%. Damit liegt die Steigerung in Dortmund deutlich über dem Landesdurchschnitt.
Utz Kowalewski, Spitzenkandidat von Die Linke zur Kommunalwahl 2025, erklärt dazu:
„Immer mehr Menschen in Dortmund wissen nicht, wie sie die nächste Miete bezahlen sollen. Während Lebensmittel, Energie und der Alltag teurer werden, fressen die Mieten ganze Gehälter auf. Neubau alleine reicht nicht – wir brauchen eine Politik, die die Profite der Immobilienkonzerne stoppt und die Menschen schützt.“
Die Linke in Dortmund tritt bei der Kommunalwahl 2025 für klare wohnungspolitische Veränderungen ein:
- Mietenstopp in angespannten Wohnungsmärkten, damit Wohnen bezahlbar bleibt, beispielsweise durch soziale Erhaltungssatzungen.
- Massiver Ausbau kommunaler und gemeinnütziger Wohnungsbestände, statt Abhängigkeit von privaten Konzernen.
- Rekommunalisierung privatisierter Bestände und Vorrang für kommunale Wohnungsgesellschaften bei Grundstücksvergaben.
- Konsequentes Vorgehen gegen Leerstand und Spekulation, um vorhandenen Wohnraum nutzbar zu machen.
- Sozial gerechte Stadtentwicklung, die Verdrängung verhindert und die Mieter*innenrechte stärkt.
„Wohnen ist ein Grundrecht und keine Ware. Wenn die Politik weiter untätig bleibt, wird Dortmund für Normalverdienende zunehmend unbezahlbar. Deshalb kämpfen wir als Linke für echte Entlastung der Menschen – vor Ort und im Land“, so Kowalewski.
