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Bild: pixabay

Mehr Akzeptanz und Unterstützung für queere Kinder und Jugendliche

Seltene Einigkeit herrscht bei SPD, CDU, den Grünen sowie der Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei beim Thema “queere Kinder und Jugendliche”. Die vier Fraktionen haben jetzt im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familie (AKJF) am 10. Juni einen 
Sachstand zum Aktionsplan zur Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt beantragt.  Hier ist der Text:

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,

die Fraktionen Die Linke & Tierschutzpartei, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN & Volt,SPD und CDU bitten um Beantwortung folgender Fragen:

1. Wie ist der Sachstand in Bezug auf die Maßnahmen 2.1 bis 2.14 des Aktionsplans zur Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für die Stadt Dortmund? 
2. Mit welchen Organisationen bestehen derzeit Kooperationen in Bezug auf die Thematik LSBTIAQ*-Kinder und -Jugendliche und wie sind diese ausgestaltet? 
3. Gibt es ein Konzept zur Auswahl geeigneter Einrichtungen bei der stationären Unterbringung von queeren Jugendlichen? 
4. Wie wird sichergestellt, dass die stationären Einrichtungen, in denen LSBTIAQ*-Kinder und -Jugendliche untergebracht werden, über das entsprechende Fachwissen (Sensibilität bezüglich Queerness, psychische Belastungen, medizinische und rechtliche Aspekte) verfügen, insbesondere bei trans*, nichtbinären und inter*-Kindern und -Jugendlichen? 
5. Welche Träger mit dezidiert LSBTIAQ*-sensiblen oder -spezialisierten (teil)stationären Angeboten werden vom Jugendamt Dortmund derzeit belegt und in welchen Städten befinden sich die Angebote?

Neben der Beantwortung bzw. Stellungnahme durch den FB 51 ist auch eine Stellungnahme der Koordinierungsstelle LSBTIAQ* in diesem Zusammenhang wünschenswert.

Begründung: 
Der Aktionsplan zur Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für die Stadt Dortmund enthält unter Punkt 2 eine Reihe von Maßnahmen, die sich gezielt mit Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen. Er wurde unter Beteiligung der queeren Community in Dortmund erarbeitet und stützt sich insbesondere auf die Ergebnisse einer vom SLADO e. V. initiierten Befragung sowie auf die Resultate von verschiedenen Dialogveranstaltungen. LSBTIAQ*-Kinder und -Jugendliche stellen eine besonders vulnerable Gruppe dar und stehen besonderen Herausforderungen gegenüber. Sie sind häufiger von familiären Konflikten, Diskriminierung, Mobbing sowie psychischen Belastungen betroffen. Ebenso ist bei LSBTIAQ*-Kindern und -Jugendlichen das Risiko suizidaler Krisen signifikant erhöht und sie sind medizinischer Gewalt deutlich häufiger ausgesetzt als endo- und cisgeschlechtliche sowie hetero- und allosexuelle Gleichaltrige.
Die Förderung von Akzeptanz und die gezielte Unterstützung von LSBTIAQ*-Kindern und -Jugendlichen stellen daher eine zentrale, zugleich jedoch auch anspruchsvolle Aufgabe für die Stadt dar. Umso wichtiger ist es, die im Aktionsplan vorgesehenen Maßnahmen konsequent unter Einbeziehung der Kooperationspartner*innen aus der queeren Community umzusetzen, ihre Wirksamkeit regelmäßig zu überprüfen und sie bei Bedarf weiterzuentwickeln.
 

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