Kinder sollen an der Planung für Kinderklinik beteiligt werden

Bekommt Dortmund endlich eine neue Kinderklinik? Unser neues Ratsmitglied Moritz Heller (Die Linke) möchte bei der Planung auf jeden Fall auch Kinder und Jugendliche beteiligen. Er hat deshalb für die erste Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Liegenschaften und Beteiligungen am 11. Dezember 2025 nachfolgende Anfrage vorbereitet:

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

im § 8 SGB VIII sowie im Art. 12 der UN-Kinderrechtskonvention werden 
Kindern und Jugendlichen Rechte zur Beteiligung an allen sie 
betreffenden Entscheidungen zugesprochen.
Eine solche Entscheidung finden wir in der Planung und Ausführung des 
Baus des Kinderklinikums.
Ein hervorangendes Beispiel für eine gelungene Beteiligung von Kindern 
und Jugendlichen bietet die Stadt Nürnberg mit dem Neubau ihrer 
Kinderklinik 
(https://www.nuernberg.de/imperia/md/kinder_und_jugendliche/dokumente/beteiligung/info_klinikprojekt.pdf).

Die Gestaltung bzw. Planung der Patientenzimmer, Farbgestaltung, 
Patientenleitsysteme, Spielgelegenheiten, Kindgerechter Ausstattung 
(Lichtschalter, Handläufe in Kinderhöhe u.ä.), allen Altersgruppen 
gerecht werdende Freizeiträume, Gestaltung des Außengeländes und 
weiteren Aspekten liegt im unmittelbaren Interesse von Kindern und 
Jugendlichen, welche dort zum Teil im Rahmen viel Zeit verbringen müssen 
und sind der Inbegriff einer sie betreffenden Entscheidung.

Daher bitten wir um die Beantwortung folgender, die Kinder- und 
Jugendbeteiligung an der Planung des Neubaus der Kinderklinik in 
Dortmund betreffende, Fragen. Wir bitten darum die Antworten ebenfalls 
dem Ausschuss Kinder, Jugend und Familie zur Kenntnis zu übermitteln.

1. Wie wurden Kinder und Jugendliche in der bisherigen Planung (z.B. 
Innengestaltung, Ausstattung, Außengelände) beteiligt bzw. welche 
konkreten Vorbereitungen für eine entsprechende Beteiligung wurden 
bisher getroffen?

2. Welche Pläne zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am Neubau 
der Kinderklinik bezüglich der in 1. geschilderten Bereiche und ggf. 
weiteren Bereichen bestehen derzeit?

3. Wenn keine Beteiligungsformate für Kinder und Jugendliche geplant 
sind, wie lauten die Gründe sich gegen eine Beteiligung von Kindern und 
Jugendlichen entschieden zu haben?