Kein Grund, sich über den Zoo zu erregen
Nach Ansicht von Fraktionschef Utz Kowalewski von DIE LINKE+ gibt es keinen ernsthaften Grund, sich über den Dortmunder Zoo aufzuregen. Im Zuge der Debatte um Tötungen in Zoos hatte der Dortmunder Zoo eingestanden, seine Futtertiere für die gehaltenen Raubtiere in Teilen selbst zu züchten.
„Der kommunale Zoo leistet einen Beitrag zum Erhalt seltener Tierarten. Im Gegensatz dazu leistet die ebenfalls kommunale Westfalenhalle einen Beitrag, seltene Tierarten unter Druck zu setzen, indem sie Sportjägern im Rahmen der Messe „Jagd und Hund“ Angebote zur Tötung von Wildtieren machen läßt. Dabei werden auch tierquälerische Angebote wie die in Deutschland zu recht verbotene Bogenjagd unterbreitet“, sagt Kowalewski.
Und er ergänzt: „Aber auch in Dortmund selbst liegt einiges im Argen. So gibt es auch mehr als einem Jahrzehnt nach dem Auftrag für ein Biodiversitätskonzept noch keinen Ratsbeschluss. Personal zur Bearbeitung ist ebenfalls nicht in erforderlichem Ausmaß vorhanden.“
„Es gibt also guten Grund, sich über das Handeln der Stadt Dortmund im Bereich des Tier und Artenschutzes aufzuregen. Der Zoo ist allerdings nicht der richtige Stein des Anstoßes“, erläutert Kowalewski, Dipl. Biologe und umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE+.
