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Sonja Lemke

Fraktion DIE LINKE+ unterstützt Wohnungsmarktproteste

Die Mietgerichtstage diskutieren in den Westfalenhallen am 16.März 2023 “Wohnen als gesellschaftliche Aufgabe”. Die Fraktion DIE LINKE+ unterstützt Wohnungsmarktproteste an diesem Tag. Dazu übersenden wir Ihnen eine Pressemitteilung

„Die Zukunft des Wohnens geht ohne Vonovia.“
Die Mietgerichtstage diskutieren in den Westfalenhallen am 16. März “Wohnen als gesellschaftliche Aufgabe”, unter anderem mit dem Vorstandsvorsitzenden von Vonovia, Rolf Buch. Dagegen protestiert ein Bündnis um 17:30 Uhr vor dem Eingang zum Kongresszentrum unter dem Motto: „Die Zukunft des Wohnens geht ohne Vonovia“. Die Fraktion DIE LINKE+ unterstützt die Proteste.

„Vonovia hat klar gezeigt, dass man ihnen die Zukunft des Wohnens nicht überlassen sollte“, so Ratsmitglied Sonja Lemke: „Vonovia zeichnet sich durch besonders undurchsichtige Nebenkostenabrechnungen aus, die über ein Geflecht aus Tochterunternehmen gestellt werden. Vonoviawohnungen sind oft in einem schlechten Zustand, trotzdem liegen bei Vonovia die Mieterhöhungen deutlich über dem Durchschnitt.“

Vonovia ist jetzt auch in den Blick der Staatsanwaltschaft geraten: Am 7.3 wurden bei Vonovia Razzien durchgeführt wegen des Verdachts auf Korruption. Mehrere Mitarbeiter stehen unter dem Verdacht bei der Vergabe von Handwerksverträgen bestechlich gewesen zu sein.

Sonja Lemke hofft, dass sich möglichst viele Menschen an den Protesten beteiligen werden, denn auch in Dortmund ist die Situation auf dem Wohnungsmarkt sehr angespannt. In den letzten 10 Jahren sind die Mieten hier um 50% angestiegen.


Vonovia steht dabei nur beispielhaft für ein viel größeres Problem. Denn gerade die großen Unternehmen am Wohnungsmarkt sind in erster Linie daran interessiert, ihre Profite zu maximieren. Bei Vonovia fließen nach Berechnungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung etwa 45 Prozent der Mieteinnahmen an die Aktionär*innen.
„Gesellschaftliche Aufgaben dürfen nicht dem Markt überlassen werden“, weiß Sonja Lemke: „Und auch die Devise ‚bauen, bauen, bauen‘ kann das Problem der steigenden Mieten nicht lösen, denn die Quadratmeterpreise im Neubau liegen deutlich über denen im Bestand. Und dieses Problem verschärft sich sogar noch durch die Inflation. Die Initiative Deutsche Wohnen & Co Enteignen hat es vorgemacht: Die Vergesellschaftung großer Wohnkonzerne ist nicht nur von vielen Menschen gewünscht, sie ist auch rechtlich möglich, wie in diesem Jahr die Enteignungskommission des Landes Berlin festgestellt hat. Nur so können Mieten gesenkt werden und gleichzeitig Wohnungen aufgewertet werden, zum Beispiel durch energetische Sanierung.“


Termin: 16.3. – 17:30 Westfalenhallen in Dortmund am Eingang zum Kongresszentrum


https://www1.wdr.de/fernsehen/aktuelle-stunde/alle-videos/video-ungebremst-in-die-mietkatastrophe--100.html
https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/Broschur_Vonovia_Web.pdf
https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Studien/Studie_1-23_Vergesellschaftung.pdf
 

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