Fossil Fuel Treaty - Schrittweiser Verzicht auf fossile Brennstoffe
Fossil Fuel Treaty. Hinter diesem sperrigen Begriff steckt das Ziel, im Zuge der Klimaneutralität mittelfristig auf fossile Brennstoffe wie Gas und Öl zu verzichten. Ein Antrag zu diesem Thema - gestellt von den Fraktionen Die Linke & Tierschutzpartei sowie Die Grünen / Volt - ist jetzt mehrheitlich im Rat der Stadt beschlossen worden. (Gegenstimmen: CDI, FDP/Bürgerliste, AfD).
Das ist der Beschluss:
Der Rat der Stadt Dortmund beschließt:
Die Stadt Dortmund tritt der Fossil Fuel Non-Proliferation Treaty Initiative als unterstützende Kommune bei. Die Stadtverwaltung wird beauftragt,
◦ den Beitritt öffentlich zu kommunizieren,
◦ ihn gegenüber der Landes- und Bundesregierung zu erklären sowie
◦ sich in geeigneten Netzwerken, Gremien und Organisationen, in denen die Stadt Dortmund vertreten ist, für die Ziele der Initiative einzusetzen.
Begründung:
Die Stadt Dortmund hat sich mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2035 ehrgeizige klimapolitische Ziele gesetzt. Im Rahmen der europäischen Mission „100 klimaneutrale und smarte Städte“ wird zudem angestrebt, bis 2030 die Treibhausgasemissionen bereits um 80% zu reduzieren. Ein zentraler Bestandteil dieser Transformation ist die deutliche Reduktion des Primärenergieverbrauchs sowie der schrittweise Ersatz fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien. Neben lokalen Maßnahmen zur Energieeinsparung, zur Effizienzsteigerung und zum Ausbau erneuerbarer Energien ist zur Bewältigung der Klimakrise ein international abgestimmtes Vorgehen erforderlich. Die internationale Fossil Fuel Non-Proliferation Treaty Initiative (https://fossilfueltreaty.org/) verfolgt das Ziel, einen globalen, rechtlich bindenden Vertrag zum Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu initiieren und zugleich eine sozial gerechte Transformation der Energiesysteme zu unterstützen. Neben 18 Ländern, welche von den Auswirkungen der Klimakatastrophe besonders betroffen sind, haben sich weltweit bereits 196 Städte und Regionen, sowie zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen der Initiative angeschlossen (in Dortmund beispielsweise die Bürgerenergiegenossenschaft). Ebenso war die Initiative maßgeblich beteiligt an der Santa Marta-Konferenz in Kolumbien im April 2026, an der auch Vertreter der Bundesregierung teilgenommen haben. Mit einem Beitritt unterstützt die Stadt Dortmund diese internationalen Bemühungen und ergänzt ihre lokalen Klimaschutzaktivitäten um eine globale Perspektive. Der Beitritt kann dazu beitragen, das Bewusstsein für die globalen Auswirkungen lokaler Entscheidungen zu stärken und zivilgesellschaftliche Initiativen in der Stadtgesellschaft zu unterstützen, die sich für Klimaschutz engagieren. Für Dortmund ergibt sich daraus außerdem die Möglichkeit, Teil eines breiten internationalen Städte-Netzwerks zu werden und von den Erfahrungen und Ideen anderer Akteure zu profitieren.
Was ist Fossil Fuel Treaty?
Dazu sagt Wikipedia:
Die Initiative zum Nichtverbreitungsvertrag über fossile Brennstoffe ist eine gemeinsame diplomatische und zivilgesellschaftliche Kampagne, um einen Vertrag zu schaffen, der die Exploration und Erweiterung fossiler Brennstoffe stoppt und die bestehende Produktion im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommensausfasst,[3] und gleichzeitig einen gerechten Übergang zu erneuerbaren Energien unterstützt.
