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DIE LINKE+ zum Flughafen: „Jetzt ist es passiert“

Jetzt ist es passiert. Der ungarische Billigflieger WizzAir schließt seine Basis auf dem Dortmunder Flughafen. Das heißt: In Dortmund-Wickede werden schon ab Oktober  keine Flugzeuge dieser Fluggesellschaft mehr stationiert sein. Zudem dampft WizzAir die Zahl der Reiseziele ein. Ein Szenario, vor dem die Fraktion DIE LINKE+ immer gewarnt hat. Denn mit WizzAir flogen bislang mehr als 50 Prozent der Passagiere von und nach Dortmund.

„Durch diese Entscheidung nimmt der Flughafen deutlich weniger Geld ein als geplant“, sagt Utz Kowalewski, Vorsitzender der Dortmunder Ratsfraktion DIE LINKE+. Das bedeutet, dass das ausgeglichene Ergebnis, das der EU bis zum 2023 vorgelegt werden muss, in weite Ferne gerückt ist. „Dieses Ziel ist auf keinen Fall mehr zu erreichen“, sagt Kowalewski. „Dafür wäre ein immenses Wachstum notwendig gewesen. Doch schon jetzt – noch mit WizzAir – fehlen dem Flughafen Millionen für dieses Ziel. Und der Coup, der mit der Polizei ausgehandelt wurde, kann dieses Defizit längst nicht auffangen.“ (Anmerkung: Die Polizei hat für einen Neubau einen Teil der Parkflächen des Flughafens langfristig angemietet.)

„Es zeigt sich, dass unser gemeinsamer Antrag, den wir vor kurzem gemeinsam mit CDU und Grünen gestellt haben, goldrichtig und sehr vorausschauend war“, sagt Kowalewski. In dem Antrag wird ein Gutachten für eine mögliche Folgenutzung der Flughafenflächen gefordert. Kowalewski: „Wir müssen für den Fall der Fälle vorbereitet sein.“ Zumal auch die aktuellen Veröffentlichungen des Weltklimarates Konsequenzen für den Flugverkehr generell haben würden. Da sei es fraglich, ob gerade kleine Regionalflughäfen künftig noch unterstützt und gefördert werden.

Fraglich erscheinen Kowalewski auch die Chancen des Flughafens auf die beantragte Genehmigung auf Verlängerung der Flugzeiten. „Mit weniger Flugzeugen? Und weniger Flügen? Wie will man das denn jetzt noch begründen?“

Die Fraktion DIE LINKE+ hadert seit Jahren mit dem Dortmunder Flughafen, der jährlich mit etlichen Millionen Euro von den Dortmunder Stadtwerken subventioniert werden muss. Die Fraktion hat deswegen selbst Gutachten erstellen lassen, etwa zur Lärmbelastung, und hat auch einen Anwohner bei seiner Klage gegen mögliche Betriebszeitenverlängerungen  unterstützt. In ihrem Wahlprogramm fordern die Linken einen Rückbau des Flughafens zum Geschäftsflughafen – evtl. in einer Kooperation mit den Airports in Münster und Paderborn, die dann ihrerseits die Touristen- und Frachtflüge übernehmen könnten. Und generell spricht sich die Linksfraktion seit jeher gegen einen weiteren Ausbau der Start- und Landebahn aus.

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