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Foto: Pixabay

Bald keine Fremdreinigung mehr in städtischen Kitas?

Einen gemeinsamen Antrag zur Eigenreinigung der FABIDO-Kindertageseinrichtungen haben am 11.06.2026 die Fraktionen SPD, Grüne/Vold sowie Die Linke & Tierschutzpartei erfolgreich in der Sitzung des FABIDO-Betriebsausschusses eingebracht. (Drucksachen Nummer 02257-26/1). 

Darum geht es:

Die Fraktionen von SPD, Bündnis 90/ DIE GRÜNEN & Volt und Die Linke & Tierschutzpartei im FABIDO Betriebsausschuss stellten folgenden Antrag: 

Die Verwaltung wird beauftragt, 

  • die Einführung einer kommunalen Eigenreinigung in den städtischen Kindertagespflegeeinrichtungen zu prüfen,
  • dabei insbesondere
    • die organisatorischen, personellen und finanziellen Auswirkungen,
  • die Möglichkeiten der Einbindung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen zur Verringerung der Arbeitslosigkeit in Dortmund,
  • den qualitativen Nutzen für Kinder, Fachkräfte und Einrichtungen,
  • sowie mögliche Umsetzungsszenarien (Pilotierung, schrittweise Einführung, vollständige Übernahme) 

darzustellen und dem zuständigen Ausschuss einen ausführlichen Bericht mit Bewertung und Empfehlung vorzulegen. Das Ergebnis ist außerdem dem Ausschuss für Personal, Organisation und Digitalisierung zur Verfügung zu stellen.

Begründung: 

Die Qualität der Reinigungsleistungen in städtischen Kindertagespflegeeinrichtungen ist ein wesentlicher Faktor für Hygiene, Gesundheitsschutz und ein pädagogisch förderliches Umfeld. Erfahrungen anderer Kommunen zeigen, dass die Eigenreinigung, also die Reinigung durch unmittelbar bei der Stadt angestellten Beschäftigten, Vorteile bieten kann, die über den reinen Kostenvergleich hinausgehen. 

1. Stärkere Identifikation mit dem Arbeitgeber 

Beschäftigte in Eigenreinigungsteams sind Teil der FABIDO und damit besser in die Organisationskultur eingebunden. Diese engere Bindung führt häufig zu höherer Motivation, geringerer Fluktuation und einer verlässlicheren Präsenz im Arbeitsalltag der Einrichtungen. Eine stärkere Identifikation mit dem Arbeitgeber und der konkreten Einrichtung unterstützt zudem ein gemeinsames Verantwortungsgefühl für Sauberkeit, Hygiene und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Personal. 

2. Verbesserte Reinigungsqualität 

Eigenreinigung ermöglicht eine bessere Abstimmung zwischen Reinigungskräften und pädagogischen Teams. Anpassungen an tagesaktuelle Anforderungen der Einrichtung, z. B. besondere Hygienebedarfe, kurzfristige Änderungen im Raumnutzungsplan oder erhöhte Belastungen in Erkältungs- und Infektionszeiten, können unkomplizierter erfolgen. Durch städtische Qualitätsstandards, direkte Anleitung und systematische Schulung ist zudem eine konstantere und überprüfbare Reinigungsleistung zu erwarten. 

3. Möglichkeit der Schaffung sozialversicherungspflichtiger Stellen

Durch die Kombination von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten (z. B. Unterstützung in der Gemeinschaftsverpflegung, Vorbereitung der Mahlzeiten, Geschirrlogistik) mit Reinigungsarbeiten können umfassendere, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse geschaffen werden. Dies ermöglicht stabile Arbeitsverhältnisse, verbessert die Planbarkeit in den Einrichtungen und führt zu einem multifunktionalen Einsatz der Mitarbeitenden. Die Bündelung der Aufgaben innerhalb einer Stelle erleichtert zudem die Personalsteuerung und stärkt die Kontinuität im pädagogischen Alltag. 

4. Gerade in Zeiten konjunktureller Probleme ist es entscheidend, Menschen in gute Arbeit zu bringen. 

Daher ist es erforderlich, in Abstimmung mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit arbeitsmarktpolitische Maßnahmen als Förderinstrumente mitzuentwickeln bzw. einzubeziehen.

Vor diesem Hintergrund erscheint eine ergebnisoffene Prüfung sinnvoll, um auf fundierter Grundlage entscheiden zu können, ob eine Eigenreinigung einen qualitativen, organisatorischen und beschäftigungspolitischen Mehrwert für die städtischen Kindertagespflegeeinrichtungen bietet.

 

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