Antrag zum Wetter und zum Klima (Klimaprojektionen)
Am 6. Mai wurde im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen über den Antrag “DWD Klimaprojektionen für Deutschland” diskutiert, den die Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei auf Anregung des Ratsmitglieds Daniel Tsvelenev eingebracht hat.
Darum geht es:
Die Verwaltung wird beauftragt, sobald die neuen regionalen Klimaprojektionen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) veröffentlicht werden,
1. diese aufzubereiten und dem Ausschuss zur Kenntnis zu geben und
2. einen Vergleich zu der letzten Generation Projektionen aus 2018 zu erarbeiten, um neue Erkenntnisse herauszustellen.
Klimaprojektionen ermöglichen die Einschätzung von lokalen Gefährdungspotenzialen, um die Stadt Dortmund auf die Auswirkungen der globalen Erwärmung vorzubereiten.
Die Kern- und Referenz-Ensembles des DWD sind ein zentrales Instrument, um die lokalen Auswirkungen des Klimawandels abzuschätzen. Die 2019 über den RVR durchgeführte Klimaanalyse für Dortmund stützte sich dabei auf die letzte Generation dieser Projektionen und ist weiterhin die Grundlage für die Planung von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung. In dieser wurde davon ausgegangen, dass sich die mittlere Temperatur in der Metropole Ruhr bis zur Mitte des Jahrhunderts um 0,7 - 1,8 K im Vergleich zum Referenzzeitraum ansteigen wird. Das dort angenommene Maximum ist allerdings nach den deutlich wärmeren letzten Jahren bereits jetzt überschritten (1,81 +/- 0,31 K, https://berkeleyearth.org/temperature-location/52.24N-7.88E).
Die neuen Projektionen enthalten nicht nur diese aktualisierten Daten und verbesserte Modelle, sondern besitzen auch eine mehr als sechsmal so hohe räumliche Auflösung, die eine zielgenaue Abschätzung von Risikogebieten für Hitzeinseln und Niederschlagszonen ermöglicht.
