Anfrage zur kommunalen Wärmeplanung
Für den Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen (AKUSW) am 11. Juni hat die Fraktion DIE LINKE+ folgende Anfrage zur kommunalen Wärmeplanung vorbereitet:
Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
im Rahmen des Energienutzungsplanes wurde mit Blick auf die kommunale
Wärmeplanung viel über jenen Gebäudeanteil im Stadtgebiet diskutiert,
der weder an das Fernwärmenetz anzuschließen ist, noch mit Hilfe von
Wärmepumpen ohne gewaltige Vorinvestitionen sinnvoll beheizt werden
kann. In vielen Fällen bleibt dann doch nur entweder das bisher auch
schon verwendete Erdgas oder eine Umstellung auf grünen Wasserstoff
übrig. Letzterer steht allerdings nicht in den benötigten
Größenordnungen zur Verfügung. Sowohl das teure und klimaunfreundliche
fossile Erdgas als auch der grüne Wasserstoff könnte sich daher als
Kostenfalle für den Endverbraucher erweisen.
In Deutschland ist es bislang vielfach üblich, dass das Heizen von
Gebäuden mit der Warmwasserversorgung gekoppelt ist. Dabei kommen häufig
Vorratsspeicher zum Einsatz, die konstant auf einer zum Duschen und
ähnlichen Anwendungen nutzbaren Betriebstemperatur gehalten werden.
Dabei sind Wärmeverluste der Regelfall, da auch sehr gute
Warmwasserspeicher niemals völlig gegen die Umwelt isolierbar sind.
Wir möchten daher einen Sachstand zu der Überlegung erfragen, inwieweit
eine systematische Entkopplung von Heizung und Warmwasseraufbereitung
insbesondere für die genannten Immobilientypen, die der Wärmewende nur
schwer zugänglich sind, aus Sicht der Verwaltung und der DEW sinnvoll
ist und inwieweit hier Planungen zur Umsetzung bestehen.
Gibt es Förderungskulissen für diese Strategie? Mit Hilfe von
Durchlauferhitzern (nicht mit Boiler mit Vorratsbehältern zu
verwechseln) ließe sich beispielsweise auch in solchen Gebäuden die
Warmwasseraufbereitung elektrifizieren und somit vom Einsatz fossiler
Energieträger abkoppeln und dabei sogar die genannten Wärmeverluste aus
den Warmwasserspeichern vermeiden, ohne bereits die Heizung der Gebäude
überhaupt angefasst zu haben.
Wie wird von DEW und Stadtverwaltung diese beispielsweise in weiten Teilen Asiens dominierende Form der Warmwasserversorgung für eine Anwendung in Dortmund bewertet?
